Cybersecurity, künstliche Intelligenz und immer neue regulatorische Anforderungen: Die Automation in der Sonnenschutzbranche steht vor wachsenden Herausforderungen. Beim Treffen des IVRSA-Fachausschusses Automation im September bei WO&WO in Graz wurde deutlich: Die Zukunft liegt nicht allein in intelligenter Technik, sondern vor allem im Zusammenspiel von Produkten, Systemen und Fachbereichen.
Automation im Sonnenschutz bedeutet längst mehr als das Zusammenspiel von Motoren, Sensoren und Steuerungen. Moderne Sonnenschutzsysteme sind zunehmend digital vernetzt, kommunizieren über unterschiedliche Schnittstellen und müssen gleichzeitig steigende Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz und Energieeffizienz erfüllen.
Diese Entwicklung verändert nicht nur die Produkte, sondern auch die Anforderungen an Hersteller und die Zusammenarbeit innerhalb der Branche.
Wie umfangreich die Herausforderungen inzwischen sind, zeigte die Tagesordnung des Fachausschusses. Im Mittelpunkt standen zahlreiche europäische Regelwerke und technologische Entwicklungen, darunter:
Cyber Resilience Act (CRA): Anforderungen an die Cybersicherheit vernetzter Produkte
Digitaler Produktpass (DPP): Digitale Bereitstellung produktbezogener Informationen
Ökodesign: Anforderungen an die nachhaltige und ressourcenschonende Produktgestaltung
EmpCo-Richtlinie: Neue Vorgaben für transparente und nachweisbare Umweltaussagen
REACH und RoHS: Anforderungen an den Einsatz und die Beschränkung bestimmter Stoffe
Funkanlagenrichtlinie (RED): Regulatorische Anforderungen an Funktechnologien
Datenschutz und künstliche Intelligenz: Neue Fragestellungen rund um Datenverarbeitung, digitale Anwendungen und intelligente Systeme
Die Themen zeigen, wie eng technische Innovationen und regulatorische Anforderungen mittlerweile miteinander verknüpft sind.
Mit der zunehmenden Vernetzung wächst auch die Bedeutung des fachübergreifenden Austauschs. Fragen zu Schnittstellen, Kommunikation, Daten und Cybersecurity betreffen längst nicht mehr nur einzelne Produktgruppen oder Fachbereiche.
Der Fachausschuss Automation übernimmt deshalb innerhalb der IVRSA eine zunehmend wichtige Querschnittsfunktion. Er bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen, fördert den Wissenstransfer und unterstützt die gemeinsame Auseinandersetzung mit technischen und regulatorischen Entwicklungen.
Das Treffen bei WO&WO in Graz machte einmal mehr deutlich, wie wichtig der direkte Austausch für die Bewältigung komplexer Herausforderungen ist. Denn viele Zukunftsfragen lassen sich nur im Zusammenspiel unterschiedlicher Kompetenzen beantworten.
Ein herzliches Dankeschön gilt WO&WO für die Gastfreundschaft sowie allen Beteiligten für die engagierten Diskussionen und den intensiven fachlichen Austausch!
Bildnachweis: Olaf Vögele
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